Die Gruppe verbreitet und fördert einen modernen evolutionären Humanismus auf konsequent säkularer Grundlage und fühlt sich insbesondere der Popularisierung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie der allgemeinen Förderung des demokratischen Staatswesens verpflichtet. Sie setzt sich somit für die Entflechtung von Staat und Kirche sowie den Abbau religiöser und kirchlicher Privilegien ein.

Die Gruppe ist insbesondere den Zielen und dem Zweck der Giordano-Bruno-Stiftung verpflichtet.

Diese sind laut § 2 der Stiftungssatzung der Giordano-Bruno-Stiftung:


„Zweck der Stiftung ist es, die neuesten Erkenntnisse der Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften zu sammeln und ihre Bedeutung für das humanistische Anliegen eines „friedlichen und gleichberechtigten Zusammenlebens der Menschen im Diesseits“ herauszuarbeiten. Auf diese Weise sollen die Grundzüge einer säkularen, evolutionär-humanistischen Ethik entwickelt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden."

 

Der Glaube an übernatürliche Phänomene lässt sich mit dem Gedanken, dass alles mit rechten Dingen in der Welt zugeht (Naturalismus), nicht vereinbaren. So sind uns der biblische Schöpfungsmythos und somit auch der Glaube an Wunder und esoterische Interpretationen von natürlichen Gegebenheiten in der Natur fremd.

Die Gruppe möchte sich als säkulare und weltliche Alternative zu religiösen Weltanschauungen positionieren und somit die verhältnismäßig größte Gruppe unserer Gesellschaft repräsentieren, nämlich die Konfessionsfreien.

An der Universität Trier gibt es zur Zeit vier Hochschulgruppen im Sinne eines christlichen Leitbildes: Evangelische Studentinnen und Studenten Gemeinde (ESG), Katholische Hochschulgemeinde Trier (KHG), Christliche Hochschulgruppe Trier (CHG), Ring Christlich-Demokratischer Studierender (RCDS). Demgegenüber möchten wir ein Sprachrohr für unsere nicht-gläubigen und konfessionsfreien Kommilitonen darstellen.

Hinter dieser Zielsetzung steht die Einsicht, dass wir die komplexen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht mit den religiösen Vorstellungen der Vergangenheit meistern können. Wir benötigen heute ein zeitgemäßes Weltbild, das im Einklang mit wissenschaftlichen Forschungsergebnissen (u.a. der Evolutionsbiologie und der Hirnforschung) steht und das sich in ethischer Hinsicht konsequent an den individuellen Selbstbestimmungsrechten (etwa im Sinne der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“) orientiert.